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Ai Weiwei und das grosse Schweigen

Kurz nach der Eröffnung der Ausstellung “Die Kunst der Aufklärung” im neuen Nationalmuseum in Peking wurde der Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei am 3.4.2011 verhaftet und bleibt seitdem verschwunden. Die deutsche Kunst- und Kulturszene schweigt – das Lehmbruck-Museum scheint als einziges „für die Freiheit der Kunst, gleich wo auf der Welt, einzutreten“. „Freie Gesellschaften erkennt man immer daran, wie sie mit der Freiheit der Meinungsäußerung und der Kunst umgehen“  so lt. Internetrecherchen der Museumsdirektor Raimund Stecker. In der Duisburger Innenstadt verhängte das Museum eine zehn Quadratmeter große Werbetafel mit dem Hinweis auf die Petitions-Internetadresse: http://bit.ly/freeaiweiwei

Im Netz sind ansonsten kaum bzw. keine weiteren Stellungnahmen geschweige denn von Aufrufen seitens deutscher Museen zu finden. Schliesslich ist es die Kunst, die das ausspricht, was andere nicht können. Den Rest kann sich hier jeder weiter denken.

Ein Hoffnungsschimmer in der internationalen Kunstgemeinschaft ist allerdings da. Führende internationale Museen darunter das Guggenheim Museum; the Association of Art Museum Directors (AAMD); Museum of Modern Art, New York; Tate, London; Gwangju Biennale, Korea; und das Musée national d’art moderne/Centre de création industrielle, Paris starteten eine Online-Petition, in der sie die Freilassung Ai WeiWeis fordern.

Auch Amnesty International hat unter www.amnesty.de/aiweiwei zur Aktion aufgerufen.

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